Die Hirschauer Wengerter laden zum Kelterfest. Foto: pr
26. Juli 2012
Der Obst- und Weinbauverein Hirschau feiert am kommenden Wochenende, 28. und 29. Juli, sein nunmehr 20. Hirschauer Kelterfest bei Riedkelter. Beginn ist am Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr.
Der Weinbau prägte Hirschau in der Vergangenheit und bestimmte die Geschehnisse und das tägliche Leben über Jahrhunderte. Der kleine Weinbauort hatte im Neckartal nur geringe landwirtschaftliche Flächen für den Ackerbau. Der bis zu seiner »Zähmung« zum Ende des 18. Jahrhunderts wilde Neckar mäandrierte durch das von Spitzberg und Rammert flankierte Neckartal und überflutete bei Hochwasser sehr oft die kargen und kiesigen Ackerfläche. So waren die Hirschauer darauf angewiesen, vom Weinbau zu leben. Der Spitzberg mit seiner steilen Südseite zum Neckartal ist für den Weinbau ideal.
So wurde Hirschau im Mittelalter zu einem bedeutenden und weit bekannten Weinbauort. Die Mitglieder des Ost- und Weinbauvereins betreiben auch heute noch zahlreiche Flächen und erhalten somit nicht nur die Tradition des Weinbauortes, sondern tragen damit auch zur Pflege der einzigartigen Kulturlandschaft bei. Da die Hirschauer Wengeter den Weinbau nur als Hobby betreiben, gibt es nicht sehr viele Möglichkeiten die besonderen Weine zu genießen. Jedoch beim mittlerweile 20. Kelterfest besteht die Gelegenheit. Es werden verschiedene Weine von verschiedenen Hirschauer Wengetern ausgeschenkt.