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Um viel Geld betrogen

Foto: Eibner

26. Juli 2012
 

Auch in Tübingen nehmen die sogenannten Schockanrufe zu. In der vergangenen Woche waren zwei Spätaussiedler im Visier der Betrüger, die sich in einem Fall 3 000 Euro ergaunerten.
 

Die Masche der Betrüger war nach bekannten Schema abgelaufen. Ein angeblich russischer Anwalt hatte sich bei einer 70-jährigen Frau telefonisch im Philosophenweg gemeldet und ihr in ihrer Landessprache mitgeteilt, dass der Sohn einen Unfall verursacht habe, bei dem ein Mädchen verletzt worden sei. Der Anrufer forderte 5 000 Euro, die für eine Behandlung des Mädchens dringend notwendig seien.

Die besorgte Frau konnte die geforderte Summe nicht beibringen, nannte aber dem Anrufer einen Betrag in Höhe von 1 000 Euro, den sie zu Hause habe. Nur wenige Minuten später klingelte es an der Tür. Die Frau bat den angekündigten Boten, mit ins Haus zu kommen. Im selben Moment kam der Sohn nach Hause, dem es schleißlich gelang, dem Betrüger den Geld-Umschlag wieder abzunehmen. Der Täter flüchtete.

Eine andere Tat in Derendingen verlief nicht so glimpflich. Dort hatte eine russisch sprechende Frau bei einer 80-Jährigen angerufen und ihr ein ähnliches Lügenmärchen aufgetischt. Die Seniorin legte 3 000 Euro zur Abholung bereit. Wenig später kam schließlich der Bote und verschwand mit dem Bargeld.

Die Polizeidirektion Tübingen rät bei derartigen Anrufen zu besonderer Vorsicht. Wenn der Anrufer verdächtig erscheint, sollte die Angerufene sofort die Polizei informieren. Ratsam sei es zudem, sich die Nummer des Anrufers zu notieren und keine persönlichen Daten preisgeben. Auf keinen Fall sollten die Angerufenen Geld an einen Fremden aushändigen.
 
 

26.07.2012 - aktualisiert: 26.07.2012 09:35 Uhr

 

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