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Komplexe Technik

Die Balgenkamera mit Stativ des Fotographen Gröger.
Foto: Stadt Tübingen

6. Juni 2012
 

Als Objekt des Monats Juni stellt das Stadtmuseum eine Balgenkamera mit Stativ des Fotographen Gröger aus, der 1919 ein Fotoatelier in der Mühlstraße 14 in Tübingen eröffnete. Die Kamera steht in der Vitrine links neben dem Eingang des Museums und kann auch von außen betrachtet werden.
 

Gröger benutzte die Balgenkamera in den 1920er Jahren in seinem Fotoatelier. Von den Portraits, die seine Kunden bei ihm anfertigen ließen, sind einige im Stadtmuseum zu finden.

Fotografieren, wo und wann immer man will, mit der Kamera oder mit dem Mobiltelefon – das ist eine Vorstellung, die den Fotografen Gröger wohl sehr erstaunt hätte. Fotografieren war bis Anfang des 20. Jahrhunderts fast nur professionellen Lichtbildnern oder sehr interessierten Laien möglich.

Die Technik war komplex: für jede Aufnahme musste eine eigene Trägerplatte eingelegt, die Schärfe, die Belichtung eingestellt und die Abzüge hergestellt werden und die Apparate waren bei weitem nicht so handlich wie heute.
Die erste Balgenkamera wurde bereits im Erfindungsjahr der Fotografie 1839 gebaut, die im Stadtmuseum ausgestellte Kamera dürfte allerdings rund hundert Jahre jünger sein.

Hergestellt wurde die Kamera von Otto Thiemann in Görlitz, einem sehr kleinen Hersteller von Kameras und photographischem Zubehör.
 
 

06.06.2012 - aktualisiert: 06.06.2012 09:47 Uhr

 

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