Tübingen beteiligt sich als eine von drei ausgewählten Modellkommunen am Landesprogramm RadKULTUR. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Boris Palmer stellte Verkehrsminister Winfried Hermann am vergangenen Wochenende das Programm des Landes sowie die geplanten Maßnahmen in der Universitätsstadt vor.
Der morgendliche Gang zum Bäcker, die tägliche Fahrt zur Arbeit oder der Sonntagsausflug ins Grüne – es gibt viele Möglichkeiten, aufs Fahrrad umzusteigen. Dass die Tübingerinnen und Tübinger noch häufiger als bisher ihr Rad aus der Garage holen, dafür macht man sich unter dem Motto »Ich hab’s!« in der Universitätsstadt nun zwei Jahre lang stark.
Rund 170 000 Euro stellt das Land für Maßnahmen und Aktionen in Tübingen bereit, weitere 35 000 Euro kommen von der Stadt.
»Die Erfahrung zeigt, dass es richtig ist, verstärkt für das Thema Radfahren zu werben«, sagte Oberbürgermeister Boris Palmer. Schon heute werden in Tübingen rund ein Viertel aller Wege mit dem Rad zurück gelegt. »Doch wir möchten noch mehr Tübingerinnen und Tübinger zum Umsteigen bewegen«, so der OB.
Wer Fahrrad fahre, tue nicht nur der Umwelt, sondern auch sich selbst etwas Gutes. Zwar wüssten dies die meisten Menschen. Doch von der Theorie zur Praxis sei es oft ein weiter Weg. »Diesen möchten wir durch die Initiative RadKULTUR abkürzen«, betonte Palmer.
»Das Programm haben wir ins Leben gerufen, um die Wahrnehmung des Fahrrads als attraktives Verkehrsmittel zu erhöhen« erklärte Hermann. »Wir wollen, dass der Fahrradmobilität ein höherer individueller und gesellschaftlicher Wert beigemessen wird.« Der Fokus des neuen Programms liegt auf Maßnahmen in den Bereichen Sicherheit, Innovationen, Kreativität und Ideenfindung rund um das Fahrrad und das Radfahren.
Unter dem Motto »Ich hab’s!« wird die Freude am alltäglichen Radfahren hervorgehoben und die Rad-Kultur in Baden-Württemberg durch verschiedene Maßnahmen auf Landes- und auf kommunaler Ebene gestärkt.
»Wir wollen die Menschen dazu animieren, sich mit dem Thema Rad zu beschäftigen. Mit ’Ich hab’s!’ laden wir alle Menschen in Baden-Württemberg ein, das Fahrrad neu für sich zu entdecken«, erläuterte der Minister. Das Motto bedeutet: Ich habe das Fahrrad doch schon, ich brauche es nur zu nutzen. Neben Tübingen werden in diesem Jahr auch Lörrach und Mannheim gefördert, 2013 sollen drei weitere Kommunen hinzu kommen.
Für die kommenden zwei Jahre ist für Tübingen einiges geplant. Einen großen Anreiz, das Fahrrad wieder aus dem Keller zu holen, bieten beispielsweise mobile, kostenlose Fahrrad-Sicherheitschecks. Ein Wettbewerb unter dem Titel »Mach Radwerbung« richtet sich an die Bürger der Universitätsstadt und fordert vor allem Ideenreichtum rund um das Fahrrad. Gesucht werden kreative Köpfe.
Weitere Infos unter
www.tuebingen.de/radkultur