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Die Hülle wird Stück für Stück montiert

Gemeinderat auf der Baustelle: Projektleiter Klaus Kessler
präsentiert die neuen Fassadenteile.
an

14. JULI 2011
 

"Man sieht schon den großen Saal – grandios!". Baubürgermeisterin Ulrike Hotz machte keinen Hehl aus ihrer Begeisterung. Beim Rundgang durch den Stadthallen-Rohbau informierten sie und Projektleiter Klaus Kessler über den neusten Stand der Arbeiten.
 

REUTLINGEN. Zurzeit sind die Fassadenteile dran. Etliche Reutlinger Gemeinderäte nutzten die Gelegenheit, die massiven Bauteile – jedes ist etwa vier bis sechs Meter hoch – in Augenschein zu nehmen. Die Metallrahmen werden per Kran zwischen Gerüst und Wand eingefädelt. "Viel Platz haben wir da nicht", unterstreicht Klaus Kessler. Sobald eines der Teile einmal steht, wird es noch mal mit Farbe überarbeitet, damit keines dem andren gleicht. "Das war dem Architekten enorm wichtig", erklärt Hotz. Eine ganze Reihe ist bereits montiert. Im November soll das Ganze stehen.

Vom Erdgeschoss ging es durch das Treppenhaus zum großen Saal. Zwar stehen Treppen und Wände nur im Rohbau, doch das, was einmal daraus werden soll, ist schon erkennbar. Vor allem hell und weit wirkt das Treppenhaus. Hier spielen Durchblicke, große Fensterfronten und viel offener Raum eine maßgebliche Rolle. "Wirklich Klasse!", entfuhr es da einem der Besucher. Auch der Blick nach draußen kann etwas Bestechendes haben. "Sehen Sie raus mit unseren Augen als Stadtplaner", empfahl Hotz. Mit ein bisschen Fantasie könne man sich schon die Wipfel der Bürgerpark-Bäume vorstellen. Die sollen auf der Höhe des ersten Sockels enden. Weniger fantasievoll musste man dann bei der Besichtigung des großen Saals sein. Hier reichte der Anblick vollkommen. "Wahnsinn!", war einer der spontanen Äußerungen vor dem noch in düsterem Rohbaudämmer liegenden Raum.

Künstlergarderobe und Dirigenten-Raum waren ebenfalls schon zu sehen. Dann ging es in den kleinen Saal, der so klein gar nicht ist. Vor allem die Deckenhöhe beeindruckte die Besucher. Wer da zweifelte, ob bei der Saal überhaupt so etwas wie Behaglichkeit hergibt, wurde aufgeklärt: Die Wände werden für ein schönes Ambiente mit Holz verkleidet. Das habe man hart gegengerechnet. Aber die Ausgabe müsste einfach sein, unterstrich Hotz, die sich jetzt schon sicher ist: "Das wird sicher ein viel nachgefragter Raum". Die weiteren Details erläuterte Klaus Kessler: Man wird den Raum vierteln können, der Boden wird für variable Nutzungen geeignet sein und die Wandverkleidung soll für eine angenehme Raumakustik sorgen.

"Wir arbeiten mit Hochdruck am Innenausbau", so Hotz. Das heißt nicht unbedingt, dass morgen schon die ersten Holzpanelen auf den Boden kommen. Da sei viel Abstimmungsarbeit vonnöten. "Jede Ecke wird gezeichnet", so Hotz. Planen, rechnen, zeichnen und irgendwann entscheiden – das ist zurzeit an der Reihe. Für die Planer sind das Routineaufgaben, was Hotz mit freundlichem Lob quittierte: "Unser Glück ist, wir haben ein Team, das hoch motiviert zusammenarbeitet." Bis Ende August ist der große Schuhkarton, laut Klaus Kessler, fertig.

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ANJA ALLMERITTER

14.07.2011 - aktualisiert: 14.07.2011 11:15 Uhr

 






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