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New Zealand Lammkarrée mit Pommes Nouvelles

Zartes Fleisch und ein Feuerwerk an Geschmack: Das New Zealand Lammkarrée von Gaetano Randone.
Foto: Reisner

3. Februar 2011
 

New Zealand Lammkarrée mit Pommes nouvelles

1 Lammkarrée
1EL Olivenöl
0,5 EL Butter
0,5 L Rotwein
1 Knoblauchzehe
1 Bouquet Garni
Zweig frischer Thymian
Zweig frische Rosmarin
1 EL Dijon-Senf
1EL Semmelbrösel
500 g Cocktailtomaten
2 Zehen Knoblauch
500 g Pommes nouvelles (kleine französische Kartoffeln)

Pisco Sour:
6 cl Pisco Peruano
1,5 cl Limettensaft
1,5 cl Zitronensaft, beides selbst gepresst
2 TL Puderzucker
1/2 Eiweiß
1 Spritzer Angostura

Das Lammkarrée, am besten mit französischem Schnitt mit sechs Rippchen, vom Fett entfernen. In der heißen Pfanne mit dem Olivenöl anbraten, dazu die Rosmarin und Thymianzweige geben und etwas grobes Meersalz. Die Kräuter schnell wieder herausnehmen, da sie sonst bitter werden.
Wenn man kein rotes Fleisch mehr sieht, das Karree aus der Pfanne nehmen und auf einem Rost etwa zehn Minuten ruhen lassen. Den Saft, der aus dem Fleisch austritt, auffangen und wieder in die Pfanne geben, dazu Rotwein, Knoblauchzehen sowie den Rosmarin und den Thymian. Die Sauce stark reduzieren.

Die vorgekochten Kartoffeln (etwa zehn Minuten) und die Cocktailtomaten bei 190 Grad in den Backofen, so lange bis der Saft aus den Tomaten tritt.
Den Dijon Senf, die Kräuter und die Semmelbrösel vermischen und auf das Lammkarree streichen. Danach in den Backofen geben. Bei Oberhitze auf der mittleren Schiene etwa 7 Minuten (hängt von der Dicker des Fleisches ab, fertig garen.

Pisco Sour:
Für den Pisco Sour nur sehr frische Eier verwenden. Das Eiweiß vom Dotter trennen und mit den Zutaten gut mischen. In ein Glas füllen und dann einen Spritzer Angostura dazu.


DER SONNTAGSBRATEN:
Der Name ist Symbol. Früher stand der Sonntagsbraten auf fast jedem Tisch. Die Familie versammelte sich zum Essen, das sich vom Rest der Woche unterschied. Die Zeiten ändern sich. Heute soll der Sonntagsbraten für das Besondere im Alltäglichen stehen. Und muss nicht zwingend am siebten Tag der Woche serviert werden. Der WOCHENBLATT-Sonntagsbraten will Anregungen geben, sich selbst an den Herd zu stellen oder das Angebot der hervorragenden Küche aus der Region zu testen. Dazu geben ausgezeichnete Küchenmeister Einblick in ihre Kunst und stellen immer am Anfang des Monats einen »Sonntagsbraten« vor.

RESTAURTANT/BAR JAPGO
Der Name leitet sich von Japengo her. Das asiatische Spiel steht Pate für die American Bar mit Pazifischer Küche im Tübinger Industriegebiet Unterer Wert. Gaetano Randone übernahm im Jahr 2000 das Restaurant, das im Erdgeschoss des Ackelhauses seinen Platz weitab vom Tübinger Zentrum gefunden hat.

Es gilt als Geheimtipp in der Szene, vor allem weil es dort nicht nur gutes Essen gibt, sondern auch eine große Vielzahl an Cocktails.
Die Küche orientiert sich an der kulinarischen Vielfalt, die die Länder im Pazifikraum prägt. Ein wichtiges Element davon ist frischer Fisch und natürlich Fleisch. Das Verhältnis hält sich im Japgo die Waage: In der Speisekarte finden sich Speisen mit Meeresfrüchten und Fisch genauso wie leckere Steaks oder eben Lammbraten.

Dazu gesellen sich Variationen der italienischen Küche. Die Bar im amerikanischen Stil beeindruckt schon mal durch ihre Größe.
Auf 14 Meter Länge und vier Meter Höhe warten edle Brände aus aller Welt auf den Genießer.
Bartender Gaetano Randone setzt aber auch eigene Kreationen an und mixed so Cocktails, die es sonst nirgends gibt.

COCKTAILS AUS LEIDENSCHAFT
Er kocht gern, ist aber kein Koch. Gaetano Randone ist Gastronom, aber vor allem mit Leib und Seele Bartender. Dem Mixen von Cocktails gehört seine ganze Liebe. Erst vor 14 Jahren kam der Sizilianer nach Deutschland. Davor hatte der gelernte Bartender auf vielen Kreuzfahrtschiffen gearbeitet und die Welt und die Menschen kennengelernt. Auf einem Schiff kam der 40-Jährige auf die Idee nach Deutschland zu gehen. »Ich hatte immer viele deutsche Gäste, die meine Drinks mochten. Da hab ich mir gedacht, da gehst du hin.« 1999 heuerte Randone dann im damaligen Japengo an und übernahm ein Jahr später die Lokalität. Eine American Bar mit pazifischer Küche zu verbinden war schon immer ein Traum des engagierten Bartenders. »Ich mag die Gewürze und die Vielfalt der Esskulturen dieser Länder.« Randone betreibt dazu noch ein Hobby, das eng mit seinem Beruf zusammmenhängt: Die Zeit der 1930er, als in den USA die Prohibition herrschte, hat es ihm angetan. Mit Bartender-Kollegen präsentiert er seine Mix-Getränke bei Veranstaltungen in den Kleidern der damaligen Zeit unter dem Logo: »Old School«. Auch die Getränke gibt’s dann im Becher.

COCKTAILTIPP
Es ist die Spezialität des Hauses und auch einer der Lieblingscocktails von Gaetano Randone.
Der Pisco Sour ist in Peru und Chile ein verbreitetes Mixgetränk. Er basiert auf dem Pisco, einem Traubenschnaps.
Die angenehme leichte Säure des Cocktails wirkt erfrischend und harmoniert wunderbar mit der Geschmacksvielfalt des Lammkarrée.

Dieter Reisner

03.02.2011 - aktualisiert: 03.02.2011 10:11 Uhr

 






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