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Nach zweitem Sieg zum Tabellenletzten

Andreas Rill.
Foto: Eibner

2. SEPTEMBER 2010
 

REUTLINGEN. Die Erleichterung war riesig bei den Oberliga-Fußballern des SSV Reutlingen. Mit dem 1:0 (0:0) gegen die Spvgg Neckarelz war der zweite Saisonsieg unter Dach und Fach. Bereits am Freitag geht es für die Mannen von Trainer Lothar Mattner nun mit einem Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenschlusslicht ASV Durlach weiter.

Es war ein hartes Stück Arbeit bis die Oberliga-Fußballer des SSV Reutlingen ihre Fäuste in den Himmel recken durften und den zweiten Saisonsieg bejubeln konnten. Gegen die routinierte Abwehr der Spvgg Neckarelz mit den ehemaligen Hoffenheimern Dennis Bindnagel und Marcel Throm, sowie dem ehemaligen Mannheimer und Sandhäuser Christian Fickert brauchte es einen Geniestreich in der zweiten Halbzeit.

Nach einem Einwurf von Kristian Tomasek kommt der Ball über Jeffrey Kyei und Ersah Öztürk zu Routinier Andreas Rill, der die Situation blitzschnell erfasste und einen Diagonalball zu SSV-Youngster Julian Grupp schlägt, der lässt Throm ins Leere laufen und schießt eiskalt und überlegt ein.

Grupp wird in der Winterpause übrigens ein weiteres Probetraining bei der Drittliga-Mannschaft von Werder Bremen absolvieren. Er hatte in einem ersten Probetraining einen guten Eindruck hinterlassen. Die Bremer haben aber nach ihrem schwachen Saisonstart mit Henning Grieneisen (zuletzt VfL Osnabrück) lieber einen Routinier verpflichtet, wollen Grupp aber im Auge behalten und vielleicht schon im Winter an die Weser holen.

SSV-Trainer Mattner sprach von einem glücklichen Erfolg und Mittelfeldspieler Manuel Waidmann hatte das Gefühl, "man habe Skistiefel angehabt". Doch viel Zeit zum Verschnaufen haben die Kreuzeiche-Kicker nicht. Bereits am Freitag steht das nächste Spiel auf dem Programm. Die Reutlinger gastieren dann ab 18 Uhr beim derzeitigen Tabellenletzten ASV Durlach.

Die Mannschaft aus dem Karlsruher Stadtteil musste sich am vergangenen Wochenende bei der TSG Weinheim mit 0:2 geschlagen geben und liegt mit nur drei Punkten auf Rang 19 der Tabelle. Dabei konnten die Durlacher noch keines ihrer bisherigen sechs Spiele gewinnen. Lediglich drei Unentschieden sprangen bislang heraus. Da stehen die Reutlinger mit ihren sieben Punkten auf dem elften Platz im Vergleich richtig gut da.

Bekanntester Mann beim kommenden Gegner ist der Trainer: Rainer Krieg war einst in der Bundesliga als Stürmer beim Karlsruher SC am Ball. Im Kader der Durlacher steht auch ein Akteur, der schon einmal an der Kreuzeiche seine Kickschuhe für den SSV geschnürt hatte. Kristof Müller kam einst als Talent aus der zweiten Mannschaft des Karlsruher SC zum SSV, konnte sich dort aber nicht durchsetzen.

Interessante Randnotiz noch. SSV-Akteur Andreas Rill, der mit bislang fünf Saisontoren gemeinsam mit dem Freiberger Marian Asch die Torschützenliste anführt, hat mehr Tore geschossen als das ganze Durlacher Team, die erst vier Tore hinbekamen. Dementsprechend hat der beste Torjäger der Durlacher, Christoph Nirmaier, auch erst zwei Tore auf seinem Konto. Aber solche Zahlenspiele täuschen oft.

Auch die Durlacher könnten die unerfahrene Reutlinger Truppe vor unerwartete Probleme stellen. Fehlen werden den Durlachern übrigens die beiden Rotsünder Sirius Motekallemi (grobes Foul/Mittelfeld)und Torhüter Sebastian Dohm (Schiedsrichter-Beleidigung). Beide flogen in der Schlussphase in Weinheim vom Platz. Vielleicht ein Vorteil für den SSV
 
 

Foto: Eibner

02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 10:12 Uhr

 

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