19. August 2010
Grünes Licht für einen besseren Hochwasserschutz: Anfang August wurde die Bereitstellung von 1 360 000 Euro für das »Hochwasserrückhaltebecken Hemmendorf« am Krebsbach beschlossen. »Ein verbesserter Hochwasserschutz für Rottenburg-Süd ist nach den Hochwasserereignissen 2002, 2006 und 2008 unabdingbar« erklärten Umweltministerin Tanja Gönner und Regierungspräsident Hermann Strampfer anlässlich der Mittelfreigabe.
Die Hochwassergefahren durch den über die Ufer tretenden Krebsbach sollen damit gemindert werden. Für den ersten Bauteil fallen insgesamt Kosten in Höhe von 2 765 000 Euro an, nun wird das Projekt vom Land bezuschusst.
Das Gesamtprojekt »Hochwasserschutz Rottenburg-Süd« umfasst den Bau von insgesamt drei Hochwasserrückhaltebecken und soll für die Stadtteile Hemmendorf, Dettingen und Bad Niedernau den Schutz gegen rein statistisch alle hundert Jahre auftretendes Hochwasser bringen. »Es ist ein vorrangiges Anliegen des Landes, die Stadt bei der baulichen Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen bestmöglich zu unterstützen«, so Gönner weiter.
»Der vorbeugende Hochwasserschutz braucht eine gute Kooperation zwischen Land, Kommunen und den Genehmigungsbehörden«, betonte auch Strampfer. Infolge der Klimaveränderungen könne es in Zukunft auch an kleineren Bächen und Flüssen vermehrt zu steigenden Hochwassergefahren kommen. Bei Investitionen würde der Ausbau des Hochwasserschutzes auch zukünftig eine hohe Priorität einnehmen.
Das Land Baden-Württemberg setze dabei auf eine ganzheitliche Strategie, die neben dem technischen Schutz auch ein optimales Hochwasserflächenmanagement sowie die Vorsorge mit einer möglichst frühzeitigen und zuverlässigen Vorhersage von Hochwassern einschließt.
»Im Bereich Hochwasservorsorge agiert die Stadt Rottenburg beispielhaft«, strich Strampfer heraus. Besonders hervorzuheben sei die Förderung von Objektschutzmaßnahmen aus privater Initiative. Eigens dafür habe die Stadt eine Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen erlassen.
Mit dem Bau des Rückhaltebeckens Hemmendorf soll im Herbst begonnen werden.