In seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" äußert sich Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin unter anderem über Sozial-, Bildungs- und Einwanderungspolitik und sorgt damit für kontroverse Diskussionen. Was halten Sie davon?
So kennen und lieben ihn die Fans: Voller Emotionen am Spielfeldrand zeigt sich TVR- Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. Foto: Eibner
29. Juli 2010
Er lebt Volleyball wie kein Zweiter. Mit Leib und Seele treibt Hans Peter Müller-Angstenberger sein Bundesligateam immer weiter voran. Jetzt verlängerte der Lehrer für drei weitere Jahre: »Ich habe noch Visionen«.
In Rottenburg und der Region hat Hans Peter Müller-Angstenberger schon seit Jahren einen Kultstatus erreicht. Auch in Volleyballdeutschland hat sich der zweifache Vater längst einen Namen gemacht.
Zum einen, weil er aufgrund seiner fachlichen Kompetenz aus dem "kleinen" TV Rottenburg mit sensationellen Erfolgen einen etablierten Erstligisten geformt hat. Zum anderen wegen seiner einzigartigen, emotionalen Art und Weise, die er am Spielfeldrand lebt. Nach acht Jahren TVR ist der Trainer noch lange nicht am Ende. "Der Name Müller-Angstenberger steht für das erfolgreiche Rottenburger Volleyballmodell wie kaum ein anderer", freut sich Jörg Papenheim, Manager des EnBW TV Rottenburg über die Vertragsverlängerung des Trainers.
In einem "äußerst fruchtbaren" Gespräch haben sich die beiden Rottenburger Macher auf einen Dreijahresvertrag geeinigt. "Wir setzen mit dieser langfristigen Zusammenarbeit ein klares Signal", sagt Papenheim. "Wir wollen kontinuierlich weiterarbeiten und bleiben unserem Modell treu." Der langfristige Kontrakt, der sowohl für die erste als auch die zweite Bundesliga gilt, gibt Planungssicherheit für Spieler und Trainer als auch für die Verantwortlichen im Verein um Manager Papenheim. "Vor allem dürften sich aber unsere zahlreichen Zuschauer und Fans freuen, die Hans Peter auch die kommenden Jahre an der Seitenlinie beobachten können". Müller-Angstenberger, der jüngst seinen 38. Geburtstag feierte, ist ein wahres Rottenburger Urgestein.
Aufgewachsen ist er in Wurmlingen, einem Teilort der Großen Kreisstadt. Dass er in jungen Jahren beim SV Wurmlingen kickte, erzählt er heute noch mit einem Schmunzeln. 1982 kam er zum Volleyball und war bis in die Landesliga selbst als Zuspieler aktiv. 2002 übernahm er die erste Mannschaft in der Regionalliga und feierte ein Jahr später den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In drei Monaten geht der Erfolgstrainer in seine vierte Saison in der höchsten deutschen Volleyballliga und hat darüber hinaus einen weiteren Meilenstein mit seinem Team erreicht.
"Die Qualifikation für den Europapokal ist ein spektakulärer Schritt für uns, da kann man sich nur immer wieder die Augen reiben." Wurde Müller-Angstenberger zu Anfang seiner Karriere von manchen Kollegen aufgrund seiner emotionalen Art noch belächelt, hat sich dieses Bild bei den Meisten gewandelt. Denn neben seiner emotionalen, empathischen Art, Volleyball zu leben, überzeugt der Religions- und Deutschlehrer auch mit einem großen Fachwissen. "Hans Peter hat jedes Jahr neue Visionen und hinterfragt die Arbeit seiner Spieler und des Trainerteams immer aufs Neue", sagt Papenheim.
"Er bleibt somit auch für Spieler interessant, die schon lange im Team sind. In ihm brennt noch immer das Feuer der ersten Stunde und es ist keine Spur von Amtsmüdigkeit bei ihm zu erkennen, er hat noch viele Ideen, um die Mannschaft weiter zu entwickeln". Die "Dynamik", wie es Müller-Angstenberger nennt, war auch ein Hauptargument für sein weiteres Engagement beim TVR. "Jede Saison passiert etwas beim TVR. Wir entwickeln uns auf allen Ebenen stetig weiter und es herrscht kein Stillstand. Es ist daher äußerst sinnvoll, dass ich weitermache und an der weiteren Entwicklung mitarbeite." In den kommenden drei Jahren möchte sich der Übungsleiter mit Rottenburg unter den Top 5 der Liga etablieren.