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66 Kinder bereits operiert

Manfred Reichstein, Andreas Müller und Thomas Schneck (v.ln.r.) bei der Verlosung des letzten »Wir helfen Afrika«-Fußballs.
Foto: Petra

22. Juli 2010
 

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist vorbei. Zeit für »Wir helfen Afrika«, Bilanz zu ziehen. Die anlässlich des Sportereignisses auf dem schwarzen Kontinent gegründete Initiative, sammelte Spenden um afrikanischen Kindern dringend benötige Operationen zu bezahlen. So auch der Tübinger Zweig der Organisation.
 

»Eigentlich sind die Kinder die wahren Weltmeister«, verdeutlichte Thomas Schneck, einer der Initiatoren aus Tübingen. Insgesamt kamen bei der landesweiten Aktion 750 000 Euro zusammen ­ davon rund 12 000 Euro aus Tübingen. In den vergangenen Wochen fanden bereits erste Operationen statt ­ 66 Kindern konnte bisher das Leben erleichtert werden.

Wie bei 31 anderen Stadtinitiativen war als Minimalziel jeweils 8 000 Euro angesetzt ­- ein Betrag, der direkt in das OP-Projekt floss.
Alles was darüber hinaus eingenommen wurde, darf der jeweilige Ortsverein nun einem selbst ausgewählten Projekt zukommen lassen. In Tübingen stehen gleich drei Partner auf der Liste: Zum einen möchten die Initiatoren Margret Wannenmacher unterstützen, die Spenden für das »Tumelo Home«-Projekt sammelt, einem Kinderheim für behinderte Kinder in Johannesburg.

Zweiter Spendenpartner soll »Schenke eine Ziege« sein. Das Hilfsprojekt in Uganda überlässt armen Familien eine Ziege. So kann eine kleine Ziegenzucht aufgebaut und ein eigenes Einkommen erwirtschaftet werden. Dritter Spendenpartner ist das Multi-Kulti-Turnier des SSC Tübingen, das am kommenden Samstag stattfindet.

Zwar wird in diesen Tagen der Dachverein mit Sitz im Allgäu aufgelöst, doch für die drei Tübinger steht fest: »Wir machen weiter«, betonte Mit-Initiator Manfred Reichstein. Wie und in welcher Form sei zwar noch offen, der Wille zu weiterem Engagement jedoch nach wie vor vorhanden. Zudem sei es schade, wenn die interessanten Kontake, die in den vergangenen Monaten geknüpft werden konnten, keinen weiteren Zweck erfüllen würden. Auch das Spendenkonto bleibe geöffnet, so Reichstein.

Bei ihrem Projekt hätten sich die drei Macher etwas mehr Unterstützung seitens der Stadt gewünscht. »Der Funke des Gemeinschaftsgedankens ist leider nicht so übergesprungen, wie wir uns das erhofft hatten«, erklärte Andreas Müller, der dritte im Bunde. Jedoch ginge es künftig durchaus auch ohne städtisches Engagement. »Wichtig ist vor allem das Interesse der Bürger«, so Schneck.

Auf die Unterstützung eines kleinen Mitbürgers können die Initiatoren allerdings ganz bestimmt zählen: Der siebenjährige Benedict Fromholz aus Kirchentellinsfurt war der glückliche Gewinner des letzten, eigens hergestellten »Wir helfen Afrika«-Lederfußballs, der Anfang der Woche ausgelost wurde.

Infos: www.tuebinger-helfen-afrika.de
 
 

-ph

22.07.2010 - aktualisiert: 22.07.2010 08:55 Uhr

 

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