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Moderne Technik hält Einzug

Moderne Technik auf der Bühne des Festsaals.
Foto: Petra

15. Juli 2010
 

Es kann wieder gefeiert werden in Ofterdingen. Am morgigen Freitag wird die im Inneren sanierte Zehntscheune eingeweiht. Ab 19 Uhr spielt die THW-Band, während die Ofterdinger den neuen Saal kennen lernen und später an einer Bürgerversammlung teilnehmen können.
 

Herzstück ist der Festsaal, der in neuem Glanz erstrahlt. »Ein Problem hatten wir vor allem mit dem Schall«, erklärt Architekt Wolfgang Neichel. Der 170 Quadratmeter große Saal soll künftig für eine Vielzahl an Veranstaltungen genutzt werden ­ alle mit einem anderen Anspruch an die Akkustik. »Ein Vortrag hat andere Anforderungen als ein Konzert«, verdeutlicht der Architekt.

Doch die Planer haben eine Lösung gefunden: Sie brachten Schallsegel und -läden über und seitlich der Bühne an, entschieden sich für eine perforierte und mit Lamellen ausgestattete Rückwand und installierten Schallbrecher an den Seitenwänden. Im ansprechend und modern gestalteten Festsaal fügen sich die Akkustik-Verbesserer perfekt ins Bild ein, fallen kaum auf.

Modernste Technik hat auch auf der Bühne Einzug gehalten. Ein in den Wänden versteckter Rundgang beherbergt das Bühnen- und Saalequipment. Auf Knopfdruck fährt eine Rückprojektionsleinwand von der Decke herab. Diese wird nicht, wie bei herkömmlichen Beamer-Systemen, von vorne sondern von hinten angestrahlt. »Der Vorteil dabei ist, dass die Zuschauer nichts von der Technik mitbekommen«, erklärt Hauptamtsleiter Alexander Schwarz. Auch kann so niemand mehr durchs Bild laufen und die anderen Zuschauer stören.

199 Gäste finden im neuen Raum Platz. Wer vorher schon einmal den Festsaal besucht hat, wird ihn kaum mehr wieder erkennen. Die »Wohnzimmerfenster«, wie Architekt Neichel sie beschreibt, sind bodentiefen Fensterfronten gewichen. Drei kleine Balkone laden zum Ausblick über Ofterdingen ein. Der ganze Raum verbreitet eine luftige und lichtdurchflutete Atmosphäre ­ helle Bodenbeläge und Wandverkleidungen mit dunklen Akzenten unterstützen diese Leichtigkeit. Die Stahlträger wurden wieder sichtbar gemacht und nach oben hin geöffnet ­ »eine einzigartige Konstruktion«, beschreibt der Architekt. Eine Decken-Strahl-Heizung sorgt im Winter für mollige Wärme.

Doch nicht nur der Festsaal wurde saniert. Auch das Treppenhaus ­ jetzt barrierefrei mit Aufzug ­, die sanitären Räume und ein Mehrzweckraum bekamen eine Runderneuerung verpasst. Der 40 Quadratmeter große Nebenraum beherbergt eine Teeküche und kann für kleinere Veranstaltungen, wie zum Beispiel Vereinsversammlungen, genutzt werden.

Nach der Sanierung des Feuerwehr-Bereichs, der im Erdgeschoss untergebracht ist, und der Erneuerung des Festsaals, weiß Hauptamtsleiter Alexander Schwarz auch schon wie es weiter gehen soll: »Der nächste Bauabschnitt an umfasst Vereins- und Lagerräume für die Feuerwehr. Auch die Außenanlage und die Fassade müssen neu gemacht werden«.
 
 

-ph

15.07.2010 - aktualisiert: 15.07.2010 10:26 Uhr

 

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