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"Ich war überrascht und bin hocherfreut"

Michael Bulander, Sieger der OB-Wahl in Mössingen.
Foto: pr

8. Juli 2010
 

Die Mössinger haben am vergangenen Sonntag einen neuen Oberbürgermeister gewählt. Mit 60,9 Prozent der Stimmen konnte Michael Bulander die Wahl für sich entscheiden. Die Konkurrenten Thomas Hölsch und Andreas Stollberg erhielten nur 37,8, beziehungsweise 1,2 Prozent der Stimmen. Wir sprachen mit dem Sieger.
 

Herr Bulander, wie haben Sie Ihren Wahlsieg erlebt?
Michael Bulander: Es war überwältigend! Mit vielem hatte ich gerechnet, aber nicht mit diesem riesigen Vertrauensvorschuss, der mir in den nächsten Jahren bei meiner Arbeit als OB den Rücken stärkt. Es freut mich sehr, dass ich als anfangs Unbekannter die Bürgerinnen und Bürger von meiner Person und meinem beruflichen Hintergrund überzeugen konnte. Meinen herzlichen Dank an alle meine Wählerinnen und Wähler. Ich bin zutiefst beeindruckt und sehr dankbar.

Waren Sie sehr überrascht?
Michael Bulander: Am Sonntagabend bin ich durchaus mit gemischten Gefühlen ins Mössinger Rathaus gegangen. Es war alles drin. Von Anfang an war mir klar, dass ich nicht als Favorit in dieses Rennen gehe. Das hat sich in fünf Wochen Wahlkampf zwar gewandelt, mit diesem deutlichen Vorsprung habe ich keinesfalls gerechnet. Ich war überrascht und bin hocherfreut.

Was glauben Sie, war ausschlaggebend, dass sich viele Mössinger für Sie entschieden haben ­ die Wahlprogramme waren ja doch sehr ähnlich?
Michael Bulander: Nach der Kandidatenvorstellung in der Steinlachhalle habe ich Rückenwind und eine wachsende Zustimmung verspürt. Von dem Tag an war ich in der Stadt und in den Teilorten sehr stark präsent. Die Bürgerinnen und Bürger haben bei meinen Bürgertreffs im Freien das Gespräch mit mir gesucht. Es kam zu vielen offenen und herzlichen Begegnungen, wir haben uns über zahllose Themen ausgetauscht. In diesen Gesprächen habe ich sehr positive Rückmeldungen und Zuspruch erfahren. Die persönlichen Gespräche mit den Menschen, die Nähe zum Bürger und die starke Präsenz waren sicherlich mit ausschlaggebend.

Wie haben Sie Ihren Wahlkampf erlebt ­ gab es Anregungen seitens der Wähler, die Sie gar nicht auf der Liste hatten?
Michael Bulander: Der Wahlkampf hat trotz aller Anstrengungen Spaß gemacht. Ich bin um viele Erfahrungen und Anregungen reicher. Ein Wahlprogramm ist nicht starr, das lebt. Im Laufe des Wahlkampfes konnte ich viele Ideen der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen. Nicht zuletzt wurde ich immer wieder auf den Stadtball angesprochen, den ich gerne, sofern die Bürger dies wünschen, in veränderter Form aufleben lassen würde.

Welches Projekt möchten Sie als Oberbürgermeister als erstes angehen?
Michael Bulander: Es gibt in der Stadt viele Baustellen und Projekte, die von Herrn Fifka begonnen wurden und die es nun weiter zu führen gilt. Viele davon werden auch im Stadtentwicklungsplan 2020 Berücksichtigung finden. Dieser kommt zur rechten Zeit. Die Fortschreibung des Stadtentwicklungsplans 2020 wird auch das erste große Projekt sein, das es anzupacken gilt.

Die letzten Wochen waren ja bestimmt sehr anstrengend - ist jetzt erst einmal Urlaub angesagt?
Michael Bulander: Oh ja, die letzten Wochen hatten es in sich. Puh! Für den Tag nach der Wahl hatte ich mir noch einen Tag zum Ausruhen gegönnt. Seit Dienstag arbeite ich wieder im Stuttgarter Innenministerium. In den Schulferien sind dann zwei Wochen Urlaub mit der Familie geplant.
 
 

Petra Hupp

08.07.2010 - aktualisiert: 08.07.2010 14:17 Uhr

 

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