1. Juli 2010
Es hat zeitlich doch noch gereicht. Am vergangenen Freitag wurde die neue Josef-Eberle-Brücke in Rottenburg feierlich eröffnet. Eine Vielzahl Rottenburger war gekommen um dabei zu sein.
Nochmal gut gegangen: Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher war die Erleichterung über die pünktliche Fertigstellung der neuen Josef-Eberle-Brücke anzumerken. »Ansonsten hätte das Neckarfest ja ausfallen müssen«, scherzte er. Dennoch vergaß er nicht, auf die »Zitterpartie« hinzuweisen, die der lange Winter und der viele Regen der vergangenen Wochen Bauarbeitern wie Planern beschert hatten.
Fertigstellung bis zum Neckarfest 2010, ein Jahr Bauzeit war die Vorgabe und diese wurde erfüllt. Rund 1,8 Millionen Euro investierte der Steuerzahler in den Brücken-Nebau. Ein Großteil stammt aus der Stadtkasse, einen kleineren Teil übernimmt das Land. Da die neue Brücke nun höher liegt als ihre Vorgängerin, ist ein besserer Hochwasserschutz gewährleistet, was vom Land gefördert wird. Dazu wurde die Uferpromenade neu gestaltet. Der Bereich habe »an Aufenthaltsqualität gewonnen«, freute sich das Stadtoberhaupt.
Doch nicht nur der OB war zu Scherzen aufgelegt. »Ich war froh zu sehen, dass halb Rottenburg auf der Brücke steht, ohne dass sie sich durchbiegt«, sagte Architekt Werner Sobek. Dazu regte er eine kleine Kollekte der Rottenburger an, um die Umsetzung der kleinen Bänkchen, die vorerst nur geplant sind, voran zu treiben.
Auch Bischof Fürst nahm an der Eröffnung teil. »Brücken sind mehr als nur Bauwerke, sie sind Verbindungen zwischen Trennendem«, sagte der Kirchenmann. Dazu sprach er seinen Segen und schritt, zusammen mit OB Neher, Weihwasser verspritzend die neue Brücke ab. Schließlich durften die Beteiligten das eilig gespannte rot-weiße Band durchschneiden - mehr als symbolischen Akt, durfte die Brücke doch schon seit dem Nachmittag passiert werden.
Ihren ersten Härte-Test hat sie seit Freitag auch schon hinter sich. Neben den vielen Rottenburgern testete auch der Spielmannszug der Bürgerwache die Tragkraft der Brücke, als sie im Anschluss musizierend darüber marschierte. Doch auch dieser Akt war nochmal gut gegangen.
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