Auch innen kann der Hyundai i10 mit seiner betont flotten Optik und guten Verarbeitung bestens überzeugen. Foto: Hyundai/interPress
HYUNDAI i10 IM AUTO-TEST
Hyundai lässt nun den Atos-Nachfolger als Modellvariante i10 auf den Markt rollen – der kostet in der Basisversion weniger als 10.000 Euro.
Das Einsteigermodell in die kompakte Welt der koreanischen Marke war bisher der erstaunlich geräumige Atos. Trotz niedrigem Einstandspreis zeigt sich der keinesfalls billig in den Bereichen Komfort wie Ausstattung. Sein Nachfolger i10 verfeinert die bewährten Attribute und setzt noch das Prädikat "Lifestyle" obendrauf.
Sparsam und kraftvoll Lieferbar ist der Cityflitzer als Diesel mit 75 PS und als von uns getesteter Benziner mit 67 PS. Dieser Mehrventiler zeigte sich einerseits angenehm laufruhig und leise, andererseits aber auch ebenso agil auf Kurzfahrten und scheute selbst schnelle Autobahntouren nicht. Dort verlangt er allerdings auf langen Steigungen oft nach einem niedrigeren Gang. Ansonsten war der Vierzylinder gut drauf, überzeugte im Test durch Spritzigkeit und ausreichende Elastizität, stellte manch etablierten Mitbewerber in den Schatten. Zudem ließ er sich auch noch besonders sparsam bewegen.
Wer ihn gekonnt fährt, darf mit durchschnittlich unter sechs Litern rechnen. Auch unser Testwert mit alltagsuntypischen Vollgasfahrten und häufigem Schalten zeigte sich mit 6,3 Liter vortrefflich gelungen. Den i10 1.1 Classic E gibt es bereits ab 9.990 Euro, die Style- Ausstattung kostet 1.000 Euro mehr. Für den Diesel 1.1 CRDi (nur als Style lieferbar) sind 12.590 Euro fällig.
Im September folgt noch ein 1,2-Liter- Benziner. Zwar kann man hinten zu dritt sitzen, doch dann wird es schnell eng und unbequem. 225 Liter Stauraum im Heck sind ebenfalls nicht gerade viel, doch das Umlegen der geteilten Rückbank ergibt dann ausreichende 910 Liter. ESP nur für den Diesel Auch bei flotter Fahrweise verhielt sich der Wagen gutmütig, blieb selbst bei plötzlichen Lastwechselreaktionen gut beherrschbar. Die Anti-Schleuder- Hilfe ESP ist für 550 Euro lieferbar, jedoch nur für den Diesel. Das Automatikgetriebe gibt es dagegen für 1.090 Euro nur für den Benziner.
Lediglich bei langen Bodenwellen könnte das Fahrwerk noch etwas besser sein. Doch der Preis macht nachsichtig, verzeiht selbst die Verwendung von reichlich Plastik im Innenraum. Der Eindruck eines Sparautos kommt jedoch nicht auf – ganz im Gegenteil. Da gerade deutsche Autofahrer besonderen Wert auf Qualität legen, gibt es für jeden Neuwagen eine 3-Jahre-Garantie ohne Kilometerbegrenzung und 15 Jahre Moblitätsgarantie dazu. Fazit: Der neue Hyundai i10 ist ein pfiffiger City-Flitzer mit flottem Styling, Mini-Verbrauch und Mini-Preisen. Auch beim Thema Umwelt kann dieser Koreaner bestens punkten.